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Finanzen, Börse, Wirtschaftsnachrichten

Währungen als Entscheidungskriterium bei der Geldanlage

Posted on | Juni 6, 2011 | No Comments

Euro-Krise hat Folgen im Anlagebereich
Schon seit vielen Wochen müssen sich einige EU-Staaten nun schon mit dem eigenen Haushaltsdefizit bzw. der Überschuldung auseinandersetzen. Auch der Euro hat sich durch die ständigen Spekulationen darüber, welcher Staat als nächstes Milliarden-Hilfen benötigen wird, in den letzten Monaten eher negativ entwickelt. Und auch immer mehr Anleger sehen die Gefahr, dass der Euro vielleicht doch auseinanderbrechen könnte und nehmen daher teilweise bereist einige Änderungen bezüglich ihrer Geldanlagen vor. Eine recht eindeutige Folge der Euro-Krise ist, dass sich die Anleger verstärkt mit der Frage beschäftigen, ob sie nicht besser in eine andere Währung als den Euro investieren sollen. Dabei geht es nicht einmal um reine Währungsspekulationen, wie sie täglich an der Devisenbörse stattfinden, sondern auch bei der Anlage in Aktien oder in Anleihen spielt die Währung natürlich als ein mögliches Risiko durchaus eine Rolle. Auch im Tagesgeldbereich stellen sich Anleger durchaus die Frage, ob man sich nicht besser beispielsweise für ein Tagesgeld einer Schweizer Bank entscheiden sollte, welches dann in Schweizer Franken und nicht in Euro geführt wird.

Schweizer Franken und Norwegische Kronen gefragt
Die Art der Währung, in welcher das jeweilige Anlageprodukt notiert wird, wird insgesamt betrachtet ein immer wichtigeres Entscheidungskriterium bei den Anlegern. Daher ist es sicherlich auf kein Zufall, dass der Schweizer Franken in den letzten acht Monaten rund 20 Prozent gegenüber dem Euro an Wert zugelegt hat. Der Franken ist ohnehin schon immer eine sehr stabile Währung gewesen und hat nun durch die Euro-Krise als eine der wenigen Nicht-Euro-Währungen in West- und Mitteleuropa natürlich zusätzlichen Auftrieb bekommen. Neben dem Schweizer Franken war auch die Norwegische Krone in der jüngeren Vergangenheit durchaus als „Ausweichwährung“ sehr gefragt. Auch hier steht die Stabilität der Währung im Vordergrund. Mitunter könnte man derzeit meinen, dass nahezu jede anderen Währung als der Euro momentan von den Anlegern positiver eingeschätzt wird. Selbst die Fremdwährungen der so genannten Schwellenländer konnten in der letzten Zeit einen deutlich größeren Zuspruch erfahren und gelten lange nicht mehr so spekulativ wie noch vor zwei Jahren.

Wahl der Aktien aufgrund der notierten Währung?
Auch bei der Wahl der Aktien spielen die Währungen eine immer bedeutendere Rolle. Normalerweise trifft man die Entscheidung, in welche Aktien man investieren soll auf der Basis des Unternehmens und dessen wirtschaftliche Entwicklung oder auch auf der Grundlage charttechnischer Daten. Immer öfter treffen die Anleger aber auch im Aktienbereich ihre Anlageentscheidung daran ausgerichtet, in welcher Währung die Aktie notiert wird. Das kann in der Praxis dann so aussehen, dass wenn im Chemie Bereich zum Beispiel die deutsche BASF-Aktie oder die schweizer Roche-Aktie zur Auswahl stehen, sich der Anleger für die Roche-Aktien entscheidet. Dabei muss die Roche-Aktie nicht einmal eine bessere Zukunftserwartung haben, sondern es reicht hier mitunter schon aus, dass die Aktien aus der Schweiz in Franken notiert werden und die deutschen Aktienwerte natürlich in Euro. Es betrachten also immer mehr Anleger die Währung als Chance bzw. beachtenswertes Risiko einer Geldanlage.

Welche Staaten sind gefährdet?

Posted on | Mai 31, 2011 | No Comments

Griechenland kein Einzelfall?
Schon seit einiger Zeit gibt es viele Investoren, die ein Investment in Griechenland vermeiden, weil ihnen einfach das Anlagerisiko zu groß ist. Der Grund dafür ist natürlich der hohe Schuldenberg und die immer etwas im Raum stehende Staatspleite im südeuropäischen Land. Neben Griechenland, welches in den Medien nach wie vor das beherrschende Thema im Euroraum ist, gibt es aber noch weitere Staaten, die man durchaus auch in gewissem Umfang als gefährdet ansehen kann. Dabei ist vor allem eine Kennzahl recht aussagekräftig, um die Finanzlage eines Staates zu beschreiben, nämlich die Credit Default Swaps (CDS), bei denen es sich um eine Risikoprämie handelt, welche von den Staaten zu zahlen ist, um sich bei Versicherungen gegen drohende Zahlungsausfälle schützen zu können. Je höher diese Prämie ist, desto schlechter steht es um die Kreditwürdigkeit der entsprechenden Staaten. Ein weiterer Indikator ist natürlich auch das von den Rating-Agenturen erstellte Rating des Staates als Emittent von Wertpapieren.

Griechenland an der Spitze
In negativer Art und Weise an der Spitze steht (natürlich) derzeit Griechenland mit einer CDS-Risikoprämie von 14,48 Prozent und einem Rating von B (S&P). Nicht viel besser sieht es beim südamerikanischen Staat Venezuela aus. Sowohl der Schuldenberg als auch die Inflationsrate sind trotz der großen Mengen an exportiertem Öl sehr hoch, sodass die CDS-Prämie für Venezuela bei 11,85 Prozent liegt und das Rating von Standard & Poors (S&P) bei BB-. Bereits mit etwas Abstand folgt dann mit Pakistan ein asiatischer Staat. Hier liegt die Risikoprämie bei 8,62 Prozent, und das bei einem aktuellen Rating von B-. Vor allem der häufige Terror ist der Grund dafür, dass Pakistan auch von den Investoren als recht instabil angesehen wird, was natürlich ein größeres Engagement oftmals verhindert. Auch Portugal ist derzeit immer wieder in der Diskussion, wenn es um den nächsten möglichen „Problemfall“ für den Euro geht, was auch dadurch bestärkt wird, dass Portugal ebenfalls den Rettungsschirm der EU nutzen muss. Die CDS-Prämie für Portugal beträgt 6,88 Prozent bei einem Rating von BBB-.

Weitere Wackelkandidaten aus Europa
Nach Griechenland und Portugal wird vor allem Irland genannt, wenn es um weitere Wackelkandidaten hinsichtlich einer möglicherweise nicht mehr auffangbaren Staatsverschuldung geht. Vor allem dem maroden Bankensystem wird in Irland die Schuld für die sehr schlechte Haushaltslage des Staates gegeben. Bezüglich der CDS-Prämie liegt Irland daher mit 6,70 Prozent auch nur knapp hinter Portugal. Mit 6,20 Prozent an Risikoprämie hat auch ein weiterer südamerikanischer Staat, Argentinien, nach wie vor kein großes Vertrauen bei möglichen Investoren, was sicherlich auch daran liegt, dass das Land im Jahre 2001 bereits faktisch insolvent war. Bei all diesen eher negativen Einschätzungen und Bewertungen der Staaten ist es natürlich auch interessant zu wissen, wie sich Deutschland hier derzeit einordnen lässt. Die Risikoprämie, die Deutschland zahlen muss, wirkt zum Beispiel gegenüber Griechenland nahezu „lächerlich“, denn sie liegt nur bei 0,39 Prozent. Dass die Investoren dem deutschen Staat nach wie vor Vertrauen bestätigt auch das bestmögliche Rating (AAA) von S&P. Eine noch geringere CDS-Prämie müssen nur die Schweiz, Finnland und Norwegen zahlen.

Wasser als Rohstoff der Zukunft

Posted on | Mai 28, 2011 | No Comments

Die Situation rund ums Wasser
Wenn man von einem Investment in Rohstoffe spricht, dann fallen heute meistens Begriffe wie Öl, Gold, Silber oder auch Weizen und Zucker. Es gibt aber auch einige Rohstoffe, die zwar derzeit noch nicht im Fokus stehen, aber dennoch in der Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen könnten. Zu diesen Rohstoffen zählt unter anderen auch das Wasser, genauer gesagt das Trinkwasser. Schon heute ist das Trinkwasser in manchen Regionen knapp, und diese Situation wird sich aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung mit großer Wahrscheinlichkeit eher verschlechtern als verbessern. Insofern wird (Trink-)Wasser zukünftig sicherlich zu einem sehr gefragten Rohstoff werden. Eine Folge dessen ist, dass dieser Rohstoff auch als Geldanlage interessant werden könnte. Neben dem Trinkwasser für die Menschen wird Wasser übrigens auch von der Industrie in sehr vielen Bereichen dringend benötigt, sodass sich der Bedarf nicht nur auf das Trinkwasser erstreckt. Zwar besteht die Erde zu mehr als zwei Dritteln aus Wasser, aber das Problem besteht darin, das Wasser aus den Weltmeeren nutzbar zu machen.

Wasser als Erfolg versprechende Geldanlage?
Nimmt man die Mitte des letzten Jahrhunderts als Vergleich, so hat sich der Verbrauch an sauberem Süßwasser bis heute nahezu verdreifacht. Wenn man aus den genannten Gründen nun als Anleger ein Investment in Wasser in Erwägung zieht, so gibt es diesbezüglich derzeit noch einige Probleme bzw. Unebenheiten, die man nicht außer Acht lassen sollte. Ein Problem für potenzielle Investoren ist, dass die „Wasser-Branche“ sehr unübersichtlich ist, denn in diesen Bereich fallen Wasserversorger genauso wie Unternehmen, die sich mit Abwassertechnik oder anderen Techniken rund um das Wasser beschäftigen. Insofern sollte man sich das Unternehmen als Anleger sehr genau anschauen, denn natürlich ist es ein enormer Unterschied, ob man in einen großen Versorger oder in ein sehr spezialisiertes und kleines Nischenunternehmen investiert. Ein weiteres Problem ist, dass viele Zertifikate, über die man letztendlich in den Rohstoff Wasser investieren kann, recht intransparent sind. Grundsätzlich muss der Anleger, der sich für Wasser als Geldanlage interessiert, natürlich ohnehin auf indirektem Wege in den Rohstoff investieren.

Das indirekte Investment in Wasser
Im Gegensatz zur vielen anderen Rohstoffen, wie zum Beispiel Öl oder Gold, wird Wasser nicht an der Warenterminbörse gehandelt, sodass man auch nicht auf direktem Wege investieren kann. Somit stehen vor allem Zertifikate, aber auch einige Fonds und natürlich die Aktien der Unternehmen zur Auswahl, die in der Wasserbranche anzusiedeln sind und als börsennotierte AG firmieren. Von den Experten werden diesbezüglich Unternehmen favorisiert, die sich mit einem der drei folgenden Geschäftsmodellen beschäftigen: Aufbereitung von Wasser, Sanierung der Leitungen und mit dem Kanalisationsbau. Auch auf Wasser als Energielieferant (Wasserkraft) sollten die Anleger nach wie vor ihr Augenmerk richten. Möchte man nicht direkt in einzelne Unternehmen aus der Wasserbranche investieren, dann bieten sich alternativ auch Fonds an, wie zum Beispiel der Pictet Water Funds, der verschiedene Unternehmen aus dem Bereich Wasserversorger und der Branche als solche beinhaltet.

Rücklagen der Deutschen recht gering

Posted on | Mai 23, 2011 | No Comments

Sparerfolge der Deutschen sinken
Die vergangene Wirtschaftskrise macht sich anscheinend auch bei den Rücklagen der Deutschen bemerkbar, die sich auf einem vergleichsweise geringen Niveau befinden. Zu diesem Thema führte das Forsa-Institut vor kurzer Zeit im Auftrag der Bank of Scotland eine Studie durch. Im Kern kam die Studie zu dem Ergebnis, dass die Mehrzahl der deutschen Verbraucher ein recht geringes Volumen an finanziellen Rücklagen zu verzeichnen haben und demzufolge auch nur in sehr geringem Maße Geldanlagen bzw. die Möglichkeit des regelmäßigen Sparens nutzen. Im Einzelnen sehen die Ergebnisse der Studie so aus, dass zum Beispiel 26 Prozent der Personen, die im Zuge der Studien befragt worden sind, Rücklagen von lediglich bis zu 1.000 Euro haben, entweder in Form von Bargeldbeständen oder in Form von Geldanlagen. Der größte Teil der an der repräsentativen Studie beteiligten Bürger, nämlich 29 Prozent, kann immerhin über eine Rücklage zwischen 1.000 und 10.000 Euro verfügen, während neun Prozent der Studienteilnehmer Reserven von mehr als 50.000 Euro aufweisen können. Insbesondere in den Bundesländern Hessen und Bayern sind diese Verbraucher mit den relativ hohen Rücklagen anzutreffen.

Rücklagen dennoch höher als es scheint
Bezüglich der durchgeführten Studie muss allerdings berücksichtigt werden, dass weder Immobilienbesitz noch die vorhandenen privaten Renten- oder Lebensversicherungen berücksichtigt worden sind. Zählt man diese ebenfalls zu den Rücklagen, so sähe das Gesamtergebnis doch etwas freundlicher aus. Auf der anderen Seite muss man jedoch bedenken, dass man Immobilien und auch Lebensversicherungen nicht selten entweder erst nach einiger Zeit in liquide Mittel umwandeln kann, oder aber man Verluste in Kauf nehmen muss. Insofern handelt es sich hier zwar auch um Kapitalwerte, die jedoch mitunter als schnell verfügbare Rücklagen nicht geeignet sind. Ein weiteres Ergebnis der durchgeführten Studie besagt, dass mehr als 50 Prozent der Deutschen (exakt sind es 52 Prozent) regelmäßig sparen. Allerdings ist es bei 17 Prozent der Teilnehmer so, dass diese gar keine Rücklagen bilden können oder möchten. Sieger im Sparen sind die Hamburger, während die Bürger in Bayern und im Bundesland Hessen die Plätze Zwei und Drei belegen. Die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt spart hingegen von allen Bundesländern im Vergleich am wenigsten.

Welche Schlüsse sind aus der Studie zu ziehen?
Die Befragten selbst scheinen aus den Umfrageergebnissen kaum Schlüsse zu ziehen bzw. möchten zu über 60 Prozent nichts an ihrem bisherigen Sparverhalten ändern. Natürlich liegt es oftmals an den persönlichen Einkommensverhältnissen, dass man nicht mehr sparen kann. Allerdings ist es sicherlich auch in vielen Fällen so, dass man einige Ausgaben durchaus problemlos reduzieren könnte, um stattdessen etwas mehr Rücklagen zu bilden. Die Gründe dafür, dass die Rücklagen der Deutschen sich auf einem vergleichsweise geringen Niveau befinden, sind sicherlich vielfältig. Neben der Tatsache, dass manche Bürger einfach nicht in der Lage sind, größere Rücklage zu bilden, spielt sicherlich auch der Gedanke eine Rolle, dass man später im Alter ohnehin nichts mehr von seinem Ersparten hat. Muss man beispielsweise Pflege in Anspruch nehmen, werden die vorhandenen Rücklagen aufgezehrt, wenn die aus der Pflegeversicherungen zu erwartenden Leistungen nicht ausreichen. Auch bei vorübergehender Arbeitslosigkeit bzw. beim Bezug von Hartz4 werden vorhandene Rücklagen und Sparguthaben meistens zu einem großen Teil oder komplett aufgebraucht.

Quo vadis Euro?

Posted on | Mai 20, 2011 | No Comments

Griechenland – kein Ende in Sicht
Eigentlich hatte sich die Situation rund um den Euro schon wieder beruhigt. Doch die Ruhe hielt nicht lange an, denn wieder einmal müssen sehr negative Nachrichten aus Griechenland verkraftet werden. Trotz massiver Milliarden-Hilfen scheint es so, dass die Staatsverschuldung in Griechenland weiter ausufert. Teilweise wird sogar bereits unter Kritikern des Euros bzw. auch bezüglich der Zugehörigkeit von Griechenland zur Europäischen Währungsunion offen darüber diskutiert, ob es nicht besser wäre, in Griechenland wieder die Drachme einzuführen. Selbstverständlich hat auch der Euro wieder unter diesen negativen Nachrichten gelitten, und ist seit seinem zwischenzeitlichen Hoch von 1,45 Dollar mittlerweile auf rund 1,40 Dollar je Euro gefallen. Allerdings gibt es eine Reihe von Experten, die den Euro in der nahen Zukunft noch in deutlich tieferen Regionen sehen, teilweise wird sogar das „Horrorszenario“ von der Parität Euro und Dollar an die Wand gemalt, also dass der Euro nur noch einen Wert von einem US-Dollar entsprechen würde.

Spekulanten wieder mit schuldig?
Sicherlich gibt es zwar aus fundamentaler Sicht gute Gründe, die für einen Kursrückgang des Euros sprechen. Als sicher schätzen es viele Experten aber auch ein, dass die Spekulanten nach wie vor einen großen Einfluss auf die Währungskurse haben, speziell auch auf den Euro. Mitunter herrscht sogar die Meinung vor, dass es nicht wenige Spekulanten gibt, die den Euro völlig am Boden, wenn nicht sogar auseinander brechen sehen wollen. Was an diesen Meinungen dran ist, darüber kann wohl bislang ebenfalls nur spekuliert werden. Ein Problem besteht sicherlich auch darin, dass heute überspitzt gesagt jede Hausfrau gegen den Euro spekulieren kann, indem sie zu Hause am PC über ein Forex Konto mit Devisen handelt. Schon ab einem Mindestbetrag von 100 Euro hat heute jeder volljährige Bürger die Möglichkeit, auf das Fallen oder das Steigen von Währungskursen zu wetten. Längst fällig wäre also Gesetze, welche diese Spekulationen zumindest einschränken oder Regeln schaffen, sodass der eigentliche Sinn des Devisenhandels wieder in den Vordergrund treten kann.

Euro - wohin geht die Reise?
Aktuell ist es sehr schwer einzuschätzen, wie sich der Euro in den nächsten Monaten entwickeln könnte. An die Griechenland-Krise hat sich der Markt scheinbar schon fast „gewöhnt“, denn allzu heftig hat der Euro nicht auf die doch recht negativen Schlagzeilen reagiert. Was aber auf keinen Fall passieren darf ist, dass plötzlich noch ein weiteres Euroland eine Überschuldung im Haushalt oder Ähnliches vermelden muss, mit dem bislang nicht gerechnet worden is. In diesem Fall sagen nicht wenige Analysten und Finanzexperten einen Kurs des Euro gegenüber dem Dollar voraus, der sich in Regionen von etwa 1,20 Dollar/Euro bewegen würde. Positives ist jedenfalls derzeit nicht in Sicht, und vielfach wird ohnehin erläutert, dass der Euro sich bislang nur deshalb noch so relativ gut halten konnte, weil auch der Dollar recht schwach ist. Aber auch das kann sich natürlich wieder ändern, sodass die Anzeichen für den Euro derzeit eher für fallende Kurse sprechen.

Wissenswertes zum Thema Wohn-Riester

Posted on | Mai 13, 2011 | No Comments

Staatliche Zulagen nutzen
Nicht selten gibt es im Finanzbereich Begriffe und Bezeichnungen, die zwar fast alle Verbraucher schon einmal gehört haben, bei denen man oftmals aber nicht weiß, was sich dahinter genau verbirgt. So oder ähnlich dürfte es vielen Bürgern auch bezüglich des Begriffes Wohn-Riester gehen. Die Riester-Rente ist sicherlich inzwischen, auch vom Inhalt her, allseits bekannt. Doch was genau beinhaltet eigentlich Wohn-Riester und wann kann man diese Form der staatlichen Förderung überhaupt nutzen? Zunächst einmal ist es so, dass es sich beim Wohn-Riester um eine besondere Form der Riester-Rente handelt, und zwar in der Hinsicht, dass die Zulagen in einer speziellen Verwendungsweise genutzt werden können. Von daher unterscheidet sich die bekannte Riester-Rente vom Wohn-Riester eigentlich nur darin, dass die Zulagen anderweitig verwendet werden. Die Höhe der Zulagen und auch die sonstigen Konditionen sind hingegen beim Wohn-Riester und dem „normalen“ Riester identisch. Insofern kann der Bürger also auch beim Wohnriester die jährliche Grundzulage von 154 Euro und dazu noch die Kinderzulage von 185 oder 300 Euro erhalten, falls minderjährige Kinder im Haushalt vorhanden sein sollten.

Wie kann Wohn-Riester verwendet werden?
Wohn-Riester wird oftmals auch noch als Eigenheimrente bezeichnet, und mit dieser Bezeichnung ist auch schon Einiges über die üblichen Verwendungsmöglichkeiten dieser Art von Riester-Rente gesagt. Es gibt insgesamt drei verschiedene Arten, wie man die Zulagen in Form des Wohn-Riesters verwenden kann. Eine Möglichkeit besteht zum Beispiel darin, dass man zunächst einen „ganz normalen“ Riester-Sparvertrag nutzt, also beispielsweise einen Fondssparplan oder einen Banksparplan. Wenn man nun ein Immobiliendarlehen nutzt, dass zur Finanzierung eines selbst genutzten Eigenheimes dienen soll, dann darf man seit einigen Jahren im Zuge der Wohn-Riester-Neuerung nun diesen Riester-Vertrag unschädlich auflösen und die angesammelte Kapitalsumme zur Tilgung des Darlehens nutzen. Unschädlich bedeutet in dem Zusammenhang lediglich, dass die erhaltenen Riester-Zulagen nicht zurückgezahlt werden müssen, wie es eigentlich bei Verfügungen vor Fälligkeit des Vertrages ansonsten der Fall sein würde. Ferner kann man das Wohn-Riester auch in der Form nutzen, dass man die Zulagen in einen bereits vorhandenen Bausparvertrag einbindet.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten der Wohn-Riester Förderung
Die Zulagen, die dann jährlich in den Bausparvertrag fließen, werden somit im anzusparenden Guthaben berücksichtigt, denn wenn man später das günstige Bauspardarlehen erhalten möchte, muss zuvor ein bestimmtes Sparguthaben erzielt worden sein. Es gibt auch noch eine dritte Nutzungsmöglichkeit der Wohn-Riester Förderung. Und zwar besteht diese darin, dass die jährlichen Zulagen auch direkt in die Tilgung eines Darlehens fließen können. Man bezeichnet diese Darlehen demzufolge auch als Riester-Darlehen. Es handelt sich dabei stets um Immobilienkredite, die allerdings die Bedingung erfüllen müssen, dass die ausschließlich zur Finanzierung von privatem Wohneigentum dienen. Denn für eine gewerbliche Nutzung ist die Riester-Förderung natürlich nicht gedacht. Beim Riester-Darlehen läuft die Förderung also nicht erst über eine Riester-Sparvertrag, wie es bei der ersten angesprochenen Variante von Wohn-Riester der Fall ist, sondern die Zulagen stellen praktisch einen festen Teil der Tilgung dar und werden jährlich dem Darlehenskonto gutgeschrieben.

Japanische Aktien – Jetzt investieren?

Posted on | Mai 4, 2011 | No Comments

Japanische Aktien – Jetzt investieren?
Nach dem Erdbeben in Japan und vor allem auch nach der atomaren Katastrophe von Fukushima sind auch die Aktienkurse an der Börse in Tokio in den Keller gerauscht. Lag der Nikkei-Index zu Beginn des Jahres noch bei fast bei 11.000 Punkten, so rutsche er nach der Katastrophe auf ein Niveau von teilweise nur noch 8.500 Punkten ab. Aktuell (Stand 4. Mai 2011) hat sich der Index von seinem Tief wieder etwas erholt, und notiert bei rund 10.000 Punkten. Fundamental hat sich an der Bewertung der japanischen Unternehmen allerdings aufgrund des Erdbebens und den Folgen nichts verändert, sodass die deutlichen Kursabschläge zumindest nach den Analysten, die eben vorwiegend auf die Fundamentalanalyse „bauen“, nicht gerechtfertigt sind. Es ist sogar so, dass viele japanische Aktien vom Kurs-Gewinn-Verhältnis her betrachtet unterbewertet sind, und mit einem KGV von durchschnittlich 14 sogar fast historisch preiswert sind. Zudem erwarten manche Experten nun durchaus in Japan eine Art „Jetzt erst Recht!“ Reaktion, sodass die Wirtschaft einen zusätzlichen Schub erhalten könnte. All diese Anzeichen sprechen dafür, dass es derzeit durchaus interessant sein könnte, in japanische Aktien zu investieren.

Selektieren und das Risiko streuen
Trotz dieser genannten positiven Fakten ist es natürlich so, dass die Börse in Tokio nach wie vor auf einer Art Scheideweg steht. Schon die kleinsten Negativmeldungen, zum Beispiel erneut um das Atomkraftwerk herum, könnten dazu führen, dass die Kurse wieder deutlich fallen. Insofern stellt ein Investment in japanischen Aktien derzeit auf alle Fälle eine Anlage mit einem erhöhten Risiko dar, sodass nur vergleichsweise spekulativ eingestellte Anleger investieren sollten. Auch für diese Anleger ist es aber wichtig, dass sie sich die Aktien genau anschauen, die sie eventuell kaufen möchten. Es sollte also eine Selektion vorgenommen werden, wobei vorrangig die großen Aktienwerte zu bevorzugen sind, da diese sicherlich sehr stabil aus der aktuell nicht besonders positiven Wirtschaftslage „hervor treten“ können. Neben der Selektion ist es darüber hinaus auch wichtig das Risiko zu streuen, was auch als Diversifikation bezeichnet wird. Es ist durchaus empfehlenswert, sein Kapital nicht auf eine oder wenige Aktien in Japan zu konzentrieren, sondern in mindestens fünf verschiedene Werte zu investieren.

Aktien, Fonds, Zertifikate, Optionsscheine oder CFDs?
Generell stellt sich bei einem geplanten Investment in Japan natürlich auch die Frage, mit welchem Finanzprodukt man in Japan investieren möchten. Zur Auswahl stehen neben den Aktien natürlich auch Fonds, Zertifikate oder Optionsscheine und CFDs für sehr spekulativ eingestellte Anleger. Für etwas längerfristig orientierte Anleger empfehlen sich derzeit sicherlich vorrangig die so genannten Japan- oder Asienfonds, die in die Aktien der Länder aus dem asiatischen Raum oder nur aus Japan breit gestreut investieren. Aktienfonds stellen derzeit sicherlich die sicherste Art von Investment in Japan dar, wobei hier nicht nur klassische Fonds in Frage kommen, sondern vorrangig auch ETF Fonds. Alternativ kann man sich auch für Zertifikate entscheiden, die zum Beispiel den Nikkei-Index als Basis haben. Wer sehr spekulativ investieren möchte und von einer kurzfristig sehr positiven Reaktion des japanischen Aktienmarktes ausgeht, der kann alternativ auch in Optionsscheine oder über den Weg der so genannten CFDs investieren.

Neue Rekordkurse bei manchen Aktien

Posted on | April 30, 2011 | No Comments

Die Charts der 17. Kalenderwoche
Die vergangene Woche (17. KW) war vor allem durch sehr starke Aktienkurse geprägt. So konnte beispielsweise der DAX als deutscher Leitindex vom 26. bis 29. April ein Plus von rund 200 Punkten erzielen, was einem prozentualen Gewinn von etwa drei Prozent entspricht. Aktuell (Stand 29. April) notiert der Deutsche Aktienindex bei rund 7.510 Punkten. Vor allem einige Aktien konnten überdurchschnittlich zu dieser positiven Entwicklung beitragen. Zu den Wochengewinnern zählen somit beispielsweise die Aktien der Volkswagen AG. Der Aktienkurs vollzog in der letzten Woche eine regelrechten Kurssprung, und zwar von rund 118 Euro auf knapp 133 Euro zum Ende der Woche hin. Als Grund gaben die Analysten vor allem die hervorragenden Zahlen an, die am Mittwoch im Zuge der Bilanzpressekonferenz bekannt gegeben wurden. Zudem wird Volkswagen eventuell in naher Zukunft Toyota als zweitgrößten Automobilhersteller der Welt ablösen können, was den Kurs ebenfalls beflügelte.

Wochengewinner teilweise mit mehr als fünf Prozent im Plus
Ein ebenfalls deutliches Plus konnten die Aktien des Chemieriesen BASF in der vergangenen Woche verzeichnen. Der Kurs kletterte von rund 65,80 Euro zu Beginn der Woche auf etwa 69,40 Euro zum Ende der Woche hin, ein Plus von etwas mehr als fünf Prozent. Damit erreichte die BASF Aktie sogar einen historischen Höchststand. Seltsamerweise gab es nach Meinung der Analysten nicht einmal einen konkreten Anlass für diesen Kursanstieg. Auch die Aktie des Reifenherstellers Michelin konnte sich sehr positiv entwickeln und erreichte zugleich mit einem Kurs von rund 67,20 Euro ein neues Drei-Jahres-Hoch. Auch hier waren wohl positive Geschäftszahlen der Hauptauslöser für den im Verlauf der Woche recht deutlichen Kursanstieg von etwa sechs Prozent. Neben BASF war auch der Kursverlauf einer weiteren Chemie- und Pharma-Aktien sehr positiv, nämlich die von Merck. Der am Donnerstag veröffentlichte Zwischenbericht bzw. die dargelegten Zahlen wurden als erfreulich angesehen, sodass die Aktien im Wochenverlauf von rund 67 Euro auf über 71,50 Euro an Wert gewinnen konnten.

Weitere Wochengewinner
Zu den weiteren Wochengewinnern zählen auf jeden Fall auch die Aktien des Sportausrüsters und Bekleidungsherstellers Puma. Der Aktienkurs konnte im Wochenverlauf von 208 auf 225 Euro zulegen. Das MDAX-Unternehmen konnte sehr positive Zahlen vorlegen, die schließlich der Auslöser für den Wochen-Kursanstieg von immerhin etwas mehr als acht Prozent sorgten. Auch das italienische Lebensmittelunternehmen Parmalat kann auf eine sehr erfolgreiche Woche zurückblicken, zumindest was den Aktienkurs der eigenen Aktien betrifft. Ursache für den Kursanstieg war in diesem Fall ein Übernahmeangebot eines französischen Misckonzerns. Dieser Konzern ist bereit einen Preis von 2,60 Euro je Parmalat-Aktie zu bezahlen, sodass der Kurs der Aktie einen Sprung von 2,30 Euro zu Beginn der Woche auf eben diese 2,60 Euro machte, ein Plus von rund 13 Prozent. Einen deutlichen Kursverlust mussten hingegen beispielsweise die Aktien des Softwareherstellers SAP hinnehmen. Da die Anleger von den veröffentlichten Zahlen enttäuscht waren, verloren die Aktien teilweise mehr als fünf Prozent an Wert.

Ist ein Investment in BRIC-Staaten derzeit noch lohnenswert?

Posted on | April 22, 2011 | No Comments

Emerging-Markets noch interessant?
Derzeit ist es etwas ruhiger um die Emerging Marktes geworden, was die Empfehlungen von Experten und Analysten im Finanzbereich betrifft. Das muss jedoch nicht heißen, dass ein Investment in diesem Bereich, zum Beispiel in den so genannten BRIC-Staaten, deshalb nicht mehr interessant ist. Wie stellt sich die aktuelle Situation in den BRIC-Staaten dar und ist der Bereich Emerging Markets nach wie vor ein für Anleger interessantes Investment? Nachdem die Wirtschaftskrise in 2008 und 2009 nahezu weltweit für Einbrüche in der Konjunktur gesorgt hat, erholen sich die Volkswirtschaften seit spätestens Mitte 2010 wieder deutlich, auch in den Schwellenländern, wie zum Beispiel Brasilien. Dort konnte im letzten Jahr (2010) sogar wieder ein Wirtschaftswachstum von mehr als sieben Prozent verzeichnet werden. Ähnlich sieht es auch in den anderen BRIC-Staaten China, Indien und Russland aus. Auch für 2011 werden dort durchgängig positive Wirtschaftszahlen erwartet, sodass aus fundamentaler Sicht zunächst Einiges für ein weiteres Investment spricht.

Die Situation anhand von Brasilien als Beispiel
Sehr positiv stellt sich die Situation derzeit zum Beispiel in Brasilien als einer der vier BRIC-Staaten dar. Dort betrug das Wirtschaftswachstum im letzten Jahr wieder mehr als sieben Prozent, sodass ein BIP von rund zwei Billionen Dollar erzielt werden konnte. Auch für dieses Jahr sind die Aussichten weiterhin positiv, was die konjunkturelle Lage im südamerikanischen Staat betrifft. Auch die politische Lage ist stabil, was gerade für die Schwellenländer und ein mögliches Investment dort immer sehr wichtig ist. Zudem sehen viele Experten einen weiteren Vorteil Brasiliens darin, dass das Land sehr rohstoffreich ist, und Rohstoffe ohnehin immer gefragter werden, was man schon alleine an den stark gestiegenen Rohstoffpreisen der letzten ein bis zwei Jahre erkennen kann. Nimmt man also die fundamentalen Daten als Basis, so spricht derzeit Vieles für ein möglichst erfolgreiches Investment in Brasilien. Zwar hat der brasilianische Aktienindex in den vergangenen sechs Monaten mehr als zehn Prozent an Wert verloren, aber nach einem Anstieg von mehr als 100 Prozent in den vergangenen 30 Monaten sehen das viele Experten lediglich als eine „gesunde“ Korrektur an, sodass es von dieser etwas niedrigeren Basis wieder aufwärts gehen könnte.

Wie kann man in Brasilien bzw. in die Schwellenländer investieren?
Auch die Investitionsmöglichkeiten in den Bereich Emerging Markets sollen wiederum am Beispiel von Brasilien verdeutlicht werden. Grundsätzlich stehen dem Anleger hier diverse Optionen des Investments zur Verfügung, die sich jedoch vor allem hinsichtlich des Risikos bzw. der Risikostreuung zum Teil deutlich unterscheiden. So kann man natürlich zunächst einmal auf einem direkten Wege in brasilianische Unternehmen investieren, nämlich über deren Aktien. Bei diesem Investment sollte man jedoch einige Kenntnisse mitbringen, da es sehr stark auf die richtige Selektion der Aktien ankommt. Wer sich das nicht zutraut oder auch keine Zeit hat, sich umfassend mit der Materie zu beschäftigen, für den sind sicherlich klassische Aktienfonds oder Indexfonds mit dem Schwerpunkt Brasilien die passende Alternative. Möchte man hingegen in möglichst kurzer Zeit möglichst hohe Gewinne mit dem Investment in Brasilien bzw. eines der anderen Schwellenländer erzielen, bieten sich Finanzprodukte wie Optionen oder CFDs an.

Welche Auswirkungen hat die Leitzinserhöhung?

Posted on | April 14, 2011 | No Comments

EZB erhöht die Leitzinsen
Die Europäische Zentralbank hat sich für die Zinswende entschieden. Auf der letzten Sitzung der EZB wurde beschlossen, den Leitzinssatz von bislang einem Prozent um 25 Punkte anzuheben, sodass aktuell ein EZB Leitzinssatz von 1,25 Prozent gilt. Von vielen Experten war dieser Schritt schon seit Wochen vorher gesagt worden. Die meisten Finanz- und Wirtschaftsexperten gehen sogar nun davon aus, dass dieses nur die erste von einigen Erhöhungen war, die in der näheren Zukunft noch folgen könnten. Grund für die Leitzinserhöhung ist vorrangig die steigende Inflationsrate im EU-Raum, die zuletzt bei rund 2,5 Prozent lag. Nach den Statuten der EZB wird allerdings nur eine Inflationsrate von maximal zwei Prozent als „gesund“ angesehen. Viele Verbraucher fragen sich nun aktuell, und sicherlich auch im Allgemeinen, welche Auswirkungen diese Leitzinserhöhung auf die Angebote der Banken haben wird. Man muss diesbezüglich zwischen zwei grundsätzlich unterschiedlichen Finanzprodukten unterscheiden, nämlich zwischen den verzinslichen Geldanlagen und den diversen Krediten, die von den Banken angeboten werden.

Die Auswirkungen auf den Anlagebereich
Die Auswirkungen der Leitzinserhöhung auf den Bereich der verzinslichen Geldanlagen sind bereits zu spüren. Denn verschiedene Banken und Direktbanken haben bereits ihre Zinssätze in der Sparte Tages- und Festgeldkonto erhöht. Für den Anleger ist das natürlich eine äußerst positiv zu bewertende Entwicklung, da er nun für sehr sichere Geldanlagen auch noch eine etwas höhere Rendite erwarten kann. Da viele Analysten von weiteren Zinsschritten der EZB ausgehen, sollte man sein Kapital derzeit aber nicht langfristig binden, sondern schnell verfügbar halten, damit man auf zukünftige weitere Zinserhöhungen dementsprechend reagieren kann. Eine Auswirkung der Leitzinserhöhung wird etwas globaler betrachtet voraussichtlich auch sein, dass die Nachfrage nach Aktien etwas nachlassen könnte. Der Grund ist, dass verzinsliche Anlagen wieder attraktiver werden, eben aufgrund der steigenden Zinsen, was oftmals zu Lasten des Aktienmarktes geht.

Die Auswirkungen auf den Kreditbereich
Während sich viele Anleger über die Erhöhung der Leitzinsen freuen, dürfte die Stimmung bei Kreditnehmern und bei Kreditsuchenden etwas getrübt sein. Zwar hat bislang noch keine Bank deutlichere Zinserhöhungen bei den Kreditzinsen vorgenommen, aber natürlich werden die Banken generell nicht nur die Anlagezinsen, sondern auch die Kreditzinsen dem höheren Leitzinssatz anpassen. Der Grund ist vor allem, dass es für die Banken nun etwas teurer geworden ist, sich bei der EZB Geld zu leihen. Und diese höheren Kosten werden kurz- oder mittelfristig auch in Form von höheren Darlehenszinssätzen an die Kunden weitergegeben werden. Da, wie schon mehrfach angesprochen, voraussichtlich mit weiteren Erhöhungen des EZB-Leitzinssatzes zu rechnen ist, sollten Verbraucher, die ohnehin in den nächsten ein bis zwölf Monaten eine Finanzierung durchführen wollten, dieses „Projekt“ möglichst etwas vorziehen. Denn noch kann man momentan von recht günstigen Zinsen profitieren, und zwar sowohl im Bereich der Ratenkredite als auch bei den Immobilienkrediten. So erhält man ein Hypothekendarlehen aktuell noch zu einem Zinssatz ab drei Prozent, und auch manche Ratenkredite weisen einen günstigen Zinssatz ab drei bis vier Prozent auf. Spätestens bei weiteren Leitzinserhöhungen könnten diese günstigen Zinssätze jedoch bald der Vergangenheit angehören.

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