Fondssparen derzeit nur langfristig rentabel
Posted on | Juli 20, 2010 |
Fondssparen beliebt aber nur langfristig rentabel
Die Anlage in Investmentfonds ist einerseits mit kurzfristigen Zielen möglich, andererseits nutzen inzwischen Millionen Sparer die Anlage in Fonds vor allem als mittel- und langfristiges Investment. Schaut man sich die Entwicklung der letzten Jahre an, so zeigt sich relativ deutlich, dass man derzeit als Anleger in Fonds einen relativ langem Atem benötigt, denn erstmals in der Geschichte ist die durchschnittliche Rendite der Fonds auf Sicht der letzten zehn Jahre betrachtet leicht im negativen Bereich. Demzufolge lohnt sich die Fondsanlage derzeit nur auf sehr langfristige Sicht hin betrachtet. Über 14 Millionen Fondssparverträge gibt es bei den Fondsgesellschaften alleine in Deutschland, und spätestens seitdem auch die Riester Zulagen in verschiedene Fonds fließen dürfen, hat das Interesse an Fondssparplänen noch einmal zugenommen. Grundsätzlich handelt es sich beim Fondssparen übrigens nicht wie viele Anleger meinen immer um einen Aktienfonds als Basis, sondern natürlich kann man auch regelmäßig Renten-, Immobilien- oder Rentenfondsanteile erwerben.
Nach wie vor sind Aktienfonds für die Altersvorsorge bestens geeignet
Auch wenn die Rendite der Fonds, vor allem aufgrund der höheren Erwartungen bei den Aktienfonds, seit einigen Jahren im Durchschnitt nicht unbedingt im zufriedenstellenden Bereich ist, so sind gerade Aktienfonds nach wie vor sehr gut für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge geeignet. Welchen guten Ertrag man mit Aktienfonds in Form eines regelmäßigen Sparplans machen konnte, zeigen vor allem die langfristigen Berechnungen. Wer zum Beispiel über einen Zeitraum von 25 Jahren monatlich einen Betrag von 100 Euro in einen Aktienfonds investiert hat, zum Beispiel in Form eines Fondssparvertrages, der konnte nach diesem Zeitraum von 25 Jahren über ein Kapital von insgesamt rund 90.000 Euro verfügen. Davon wurde lediglich eine Summe von 30.000 Euro selbst in Form der Sparbeiträge eingezahlt. Rechnet man diese Verdreifachung des Kapitals auf eine Jahresrendite um, so würde diese bei immerhin rund acht Prozent liegen. Etwaige Gebühren wie Verwaltungsgebühr oder Ausgabeaufschläge sind in dieser Rendite bereits enthalten. Das letzte Jahrzehnt macht allerdings, wie bereits kurz erwähnt, hier eine negative Ausnahme. Wer nämlich hier ebenfalls 100 Euro im Monat als Sparbeitrag in Fonds investiert hat, also insgesamt 12.000 Euro in zehn Jahren eingezahlt hat, hätte rund 0,30 Prozent verloren, wenn er in europäische oder weltweit investierende Aktienfonds sein Kapital angelegt hätte. Bei den schlechten Fonds dieser Art hätte der Verlust sogar bei rund 35 Prozent gelegen.
Langfristiges Sparen ist ratsam
Aufgrund der genannten Tatsachen ist es jedem Anleger ratsam, so langfristig wie möglich in Fonds im Rahmen eines Sparplans zu investieren. Zudem ist es aufgrund des Zinseszinseffektes so, auch wenn nominal beim Aktienfonds natürlich keine Zinsen gezahlt werden, dass in jedem Jahr, in welchem man länger in die Fonds investiert, die Kapitalsumme überproportional steigt. Beginnt man zum Beispiel mit einem Alter von 20 Jahren damit, 100 Euro im Monat in Fonds zu investieren, dann könnte man beim Eintritt in die Rente mit 65 Jahren, bei einer fiktiven recht niedrig angesetzten Rendite von fünf Prozent, bei Fälligkeit des Sparplans über ca. 200.000 Euro verfügen. Möchte man diese Summe erreichen, obwohl man erst mit 30 Jahren begonnen hat zu sparen, dann müsste man monatlich bereits ca. 180 Euro monatlich sparen, beim 40jährigen Sparer wären es bereits knapp 350 Euro im Monat.
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