Die Höhe der privaten Rente berechnen
Posted on | Juli 27, 2010 |
Zunächst ist der Bedarf zu ermitteln
Dass eine private Altersvorsorge heute unverzichtbar ist, ist inzwischen den meisten Verbrauchern bekannt. Daher haben auch viele Bürger damit begonnen, regelmäßig etwas für diese Vorsorge im privaten Bereich zurück zu legen bzw. Geld in einen Sparvertrag einzuzahlen. Fast ebenso wichtig wie die Tatsache, dass man überhaupt diese Vorsorge betreibt, ist, dass diese optimal strukturiert ist. Damit dieses geschehen kann, ist es wichtig, dass man weder zu wenig noch zu viel monatlich spart. Daher sollte am Anfang einer jeden Altersvorsorge stehen, dass man die Rente ermittelt, also den Bedarf, die man später aus dem Vertrag heraus in der Sparte private Vorsorge erhalten möchte. Diese Rente ist im Grunde mit der Versorgungslücke identisch, die es zu berechnen gilt. Dazu stehen zum einen im Internet zahlreich Rechner zur Verfügung, mit Hilfe derer diese Versorgungslücke berechnet werden kann. Natürlich kann man die Lücke aber auch manuell ausrechnen. Dazu muss man im Grunde nur das durchschnittlich während der letzten zehn Arbeitsjahre erzielte Nettoeinkommen als Basis nehmen. Im besten Fall erhält man 60 Prozent dieses Einkommens als gesetzliche Rente, sodass die Versorgungslücke zunächst bei 40 Prozent des Nettoeinkommens liegt. Verfügt man noch über eine Betriebsrente, so kann diese von den 40 Prozent abgezogen werden. Das Endergebnis ist dann die Versorgungslücke und gleichzeitig dann auch die Rente, die man durch die private Vorsorge erzielen sollte.
Berechnung des erforderlichen Sparbeitrages
Steht die Höhe der Rente fest, die man durch den Aufbau der Privatvorsorge erzielen muss, so gilt es nun zu berechnen, welchen Betrag man monatlich sparen muss, um diese Versorgungslücke schließen zu können. Auch hierzu stehen diverse Rechner zur Verfügung, die man aufgrund der etwas umfangreicheren Berechnung auch nutzen sollte. In den Rechner gibt man einfach die gewünschte Rentenzahlung ab Fälligkeit des Vertrages ein, wie lange diese Rente gezahlt werden soll und über welchen Zeitraum man die Sparbeiträge zuvor zahlen möchte. Dann muss man noch eine Rendite eingeben, die für die Berechnung als Grundlage dient. Die Höhe der Rendite ist zunächst fiktiv, da sie natürlich vom letztendlich gewählten Produkt und von der tatsächlichen Entwicklung des Ertrages in der Praxis abhängig ist. Durchschnittliche Werte sind hier 3-6 Prozent pro Jahr als Rendite. Anhand dieser Daten wird dann berechnet, welchen Sparbeitrag man leisten muss, um die gewünschte Rente zu erzielen.
Einige Beispiele für das Verhältnis von Auszahlung, Laufzeit und Sparbeitrag
Um die Höhe der erforderlichen Beiträge für den Aufbau der privaten Rente berechnen zu können, ist es sicherlich hilfreich, wenn man zumindest eine „grobe“ Vorstellung davon hat, welchen Betrag man etwa über welche Laufzeit sparen muss, um die Rente XY zu bekommen. Daher im folgenden einige kurze Rechenbeispiele. Spart man beispielsweise über 30 Jahre hinweg bei einem fiktiven Zinssatz von vier Prozent pro Jahr einen monatlichen Betrag von 150 Euro, so kann man am Laufzeitende über ein Kapital von 103.000 Euro verfügen. Soll dieses mit dem gleichen Zinssatz über 20 Jahre verrentet werden (mit Kapitalverzehr), erhält man eine Monatsrente von 618 Euro. Hätte man monatlich 200 Euro mit den gleichen anderen Konditionen gespart, dann würde die Rente immerhin schon bei monatlich 822 Euro liegen. Bei einer Spardauer von nur 20 Jahren über monatlich 200 Euro betrüge die Monatsrente nur 438 Euro.
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