Die private Rentenversicherung
Posted on | Mai 7, 2009 |
Was genau ist eine private Rentenversicherung?
Auch wenn gerade seitens der Bundesregierung beschlossen wurde, die Renten in der Form in einem Gesetz festzuschreiben, dass diese auf längere Sicht nicht mehr gekürzt werden dürfen, ist dieses für die jetzigen Arbeitnehmer im Grunde überhaupt nicht von Bedeutung, sondern nur für die jetzigen Rentner. Von daher ist und bleibt die private Altersvorsorge nicht nur ein wichtiges Thema, sondern ist im Grunde für jeden Bürger inzwischen unverzichtbar geworden. Wenn man allerdings von der privaten Rentenversicherung spricht, so ist damit im engeren Sinne ein bestimmtes Produkt gemeint, welches von den Versicherungsgesellschaften angeboten wird. Es handelt sich vom Namen her zwar um eine Rentenversicherung, allerdings ist das Produkt von der Funktionsweise her eher mit einem Sparvertrag zu vergleichen. Im Rahmen der privaten Rentenversicherung hat der Anleger die Möglichkeit, durch regelmäßige Einzahlung von Beiträgen ein Vermögen anzusammeln, aus dem er später eine private Rente erhalten kann.
Vergleich zwischen privater Rentenversicherung und der Kapitallebensversicherung
Auch wenn sich die beiden Produkte sehr ähnlich sind, so gibt es dennoch zwischen der privaten Rentenversicherung und der Kapitallebensversicherung einige wichtige Unterschiede. Ein Unterschied besteht zum Beispiel darin, dass es im Rahmen der Rentenversicherung keine Todesfallabsicherung gibt, während der Versicherte im Rahmen der Kapitallebensversicherung seine Angehörigen im eigenen Todesfall finanziell absichern kann. Auf der anderen Seite ist aber für viele Kunden ein ganz wichtiger Vorteil der privaten Rentenversicherung gegenüber der Kapitallebensversicherung, dass das Einzahlen in die Rentenversicherung in Form der Riester-Zulagen staatlich begünstigt werden kann. Bei der Kapitallebensversicherung ist das hingegen nicht möglich, da es sich um ein nicht riesterfähiges Finanzprodukt handelt. Auch wenn man die beiden Versicherungsprodukte von der Rendite her vergleicht, schneidet die Rentenversicherung etwas besser ab (auch ohne Einbezug der Riester-Zulagen). Dieses liegt an der Tatsache, dass ein größerer Teil des Gesamtbeitrages des Versicherten als Sparteil verwendet wird, da kein Risikoanteil für die Risikovorsorge genutzt werden muss, wie es bei der Lebensversicherung der Fall ist.
Die Fondsgebundene Rentenversicherung
Während die zuvor beschriebe klassische private Rentenversicherung in erster Linie in festverzinsliche Finanzprodukte investiert, gibt es eine relativ neue Variante, bei der das Kapital des Versicherten in Investmentfonds angelegt wird. Dieses Produkt wird daher auch als Fondsgebundene Rentenversicherung bezeichnet. Der Vorteil dieser Art von privaten Rentenversicherung soll für den Kunden sein, dass durch die Anlage in Fonds eine höhere Rendite erwirtschaftet werden kann, als es bei der klassischen Rentenversicherung der Fall ist. Ob sich der Kunde nun selber aussuchen kann, in welche Fonds seine Beiträge investiert werden oder ob diese Entscheidung von der Versicherungsgesellschaft getroffen wird, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Der Versicherte muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass zwar die Chance auf eine höhere Rendite bei der Fondsgebundenen Rentenversicherung besteht, aber auf der anderen Seite diese Form der privaten Rentenversicherung auch nicht ganz so sicher ist, wie es bei der klassischen Variante der Fall ist.
Tags: Fondsgebundene Rentenversicherung > Kapitallebensversicherung > private Rentenversicherung
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